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eine gewisse Kontinuität

Nundenn, eine gewisse Kontinuität habe ich ja schon drin in meinem Weblog. Einmal im Jahr melde ich mich... immerhin.

Zurück zum Thema: Ich bin immer noch Messie, habe mich um ADS nicht weiter gekümmert (hätte ich?) und in der Zwischenzeit mal wieder an ein paar physikalische Grenzen gestoßen.

Wenn ich nicht schnellstens was unternehme, werde ich im Büro kräftig Ärger bekommen wegen meiner Unordnung. Also werde ich versuchen über meinen Schatten zu springen und mir selbst zu helfen. Hoffentlich klappt das...

Hilfe will ich eigentlich keine, zumindest nicht von Kollegen.

Einen Link hätt ich noch:
www.messie-selbsthilfe.de

Ich hab mich schonmal informiert, wann sich hier bei uns die Gruppe trifft, jetzt muss ich nur noch herausfinden, wo... und vielleicht geh ich sogar mal hin.
5.1.06 06:12


Sammelleidenschaft

Ich sammle alles. Und ich kann nichts wegwerfen. Schwer. Ich merke das überall. Das ist der rote Faden meines Lebens.
Ich bin sogar zu dick. Mein Rücken merkt die Belastung ganz besonders. Genauso, wie in den letzten Jahren auch die Belastung durch meine Sammelleidenschaft immer mehr zur Belastung geworden ist.

Früher war das nicht so. "Unordentlich" im klassischen Sinne war ich schon immer.... aber nie ohne Struktur. Früher hatte ich diese Struktur ganz locker im Griff.... aber im Laufe der Jahre wuchs der Berg und die Zeit für Bearbeitung und Verwaltung schmolz dahin. Vor ein paar Jahren habe ich festgestellt, dass der Verwaltungsaufwand überwiegt.... doch welche Lehre zieht man daraus? Erst einmal keine - man nimmt es lediglich zur Kenntnis und versucht es - unbewußt - zu verdrängen.

Irgendwann schrieb mir mal jemand, dass ich für mich auch den Aspekt ADS ins Auge fassen sollte. Ich hab's getan... und... es könnte durchaus möglich sein, dass ich unter ADS leide. Nur hat mich das auch
nicht unbedingt weitergebracht.

Ich bin ganz persönlich für mich zu dem Schluss gekommen, dass ich meine Probleme selber in den Griff bekommen muss. Ich kann mir nicht vorstellen, dass meine zarte Seele einen externen Eingriff in die Privatsphäre meiner Sammelleidenschaft ohne bleibenden Schaden übersteht. Wie fühlt sich jemand, dem die "Helfer" haben? Befreit? Wie lange? Und hat er daraus wirklich einen Nutzen - EINE LEHRE für sein weiteres Leben ziehen können? Ich vermute mal, das ganze ist nicht so einfach mit einem Wisch Tisch. Das Leben ist nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint.... da ist auch noch etwas hinter der Fassade.

Naja.... vielleicht wird man wieder mehr von mir lesen.... ich versuche es einfach mal.
22.1.05 08:44


ich sollte mich vielleicht mal wieder melden...

ich sollte mich vielleicht mal wieder melden... hab ich grad so gedacht. Was hat sich getan? Bin ich ein Stück weiter gekommen? Nein, ja ein kleines.

Ich habe eine meiner Sammlungen aufgelöst, und es ist mir nicht schwer gefallen mich von den Sachen zu trennen. Aber der Anfang ist ein sehr kleiner.

Ich mache weiter.... und habe gerade den Vorsatz gefasst hier wieder zu schreiben... mal sehen was draus wird :-)

MM
7.11.04 07:46


Blockaden und Abgedriftetetes

Es ist sowas von sauschwer. Ich lasse mich in meinen Vorsätzen immer wieder blockieren. Nun gut, es geht sicherlich vielen Leuten so, daß sie nicht alles schaffen, was sie sich vorgenommen haben, aber in meinem Fall habe ich das ungute Gefühl, daß ich es nicht steuern kann, was klappt und was schief geht.

Ein "normaler" Mensch hat - wie ich - die verschiedensten Aufgaben zu bewältigen, aber er ist - im Gegensatz zu mir - augenscheinlich in der Lage, nach Wichtigkeit zu sortieren und prioritätsbezogen zu handeln. Mir fehlt die Durchsetzungskraft mir selbst gegenüber. Heute muß ich zum Beispiel - höchste Priorität - eine sehr wichtige Geburtstagskarte gestalten. Ich habe das Gefühl, daß der Adressat nicht zufrieden sein wird. Ich fühle mich blockiert. Tausend Gedanken gehen mir durch den Kopf: Ich muß meine Datensicherung machen - ich könnte ein paar technische Geräte von meinem Schreibtisch entfernen (da steht überflüssigerweise ein Cassettengerät, ein Scanner und ein zusätzliches paar Lautsprecher) - ich muß mich um die Freischaltung des alten Handys kümmern - Servicecode anfordern - das Formular, wenn ich es jetzt ausfülle, kann ich es nachher abgeben - ich muß noch Überweisungen erledigen und meine Kontostände checken - meine 15 Minuten für den Schreibtisch, jetzt, genau jetzt könnte ich doch eben die 15 Minuten durchziehen. All das erscheint im Moment in meinem Kopf und blockiert meine Geburtstagskarten-Kreativität. (an dieser Stelle bin ich ins Internet abgedriftet.... für mindestens eine halbe Stunde)

Also, was ich mir alles einfallen lasse: Ich habe mich eben noch um eine Reservierung bemüht (wichtig, wichtig!), dann nach dem Wetter geschaut (kann man an diesem Wochenende nochmal in Schwimmbad gehen? Wann am besten? www.wetter.com), anschließend Richtung Agrar-Wetter abgedriftet und mich gleich noch für www.agriclub.de registrieren lassen (höchst überflüssig, vermute mal, das brauche ich nicht wirklich). Und die Karte ist immer noch nicht perfekt, ach was rede ich - ich habe noch nicht einmal angefangen.

Sehr konsequent. Aber jetzt.... noch ein Anlauf: weg mit dem Text hier und dann zuerst die Karte!

PS.: Ich möchte mich mal kurz bei all denen bedanken, die mich hier mit ihren Kommentaren begleiten. Ihr seid mir eine große Hilfe.
6.6.03 02:04


Erwischt!

Ich drücke mich wo ich nur kann um die Vorgänge herum, die ich eigentlich sofort erledigen müßte. Und die 15 Minuten - tausend Ausreden. Darin bin ich wirklich gut. Braucht jemand eine Ausrede? Hab ich, kann ich. Gestern und heute habe ich schwer geschuftet. Mehr beruflich. Außerdem kratzt mein Hals, ich hatte Kopfschmerzen und die 15 Minuten hab ich nicht geschafft. Zwei oder dreimal 1-2 Minuten vielleicht. Aber das zähle ich nicht.

Ich habe eine nette Mail bekommen, von einer Leidensgenossin - habe ich mich sehr drüber gefreut. Einfach, weil es mir das Gefühl gibt nicht allein zu sein. Zusammen soll es ja besser gehen, einen Aufräumcoach soll man sich zulegen. Klar, ich wäre ein verdammt guter Aufräumcoach. Helfen kann ich, nur mir selber nicht.... noch nicht, jedenfalls noch nicht richtig. So, ich bin eh zu spät heute, dann kann ich auch noch 5 Minuten für meinen Schreibtisch opfern.
4.6.03 00:38


15 Minuten für meinen Schreibtisch - das organisatorische Dilemma

Was für eine Erkenntnis! Wenn ich mir ein Limit für eine Tätigkeit setze und darauf achte es auch einzuhalten, kann ich mich eigentlich nicht verzetteln. Gestern Abend und heute morgen habe ich mich regelrecht auf diese 15 Minuten gefreut, aber dann kam die Familie dazwischen. Jetzt bin ich endlich dran. Der Küchenwecker sorgt für die Einhaltung des Zeitrahmens. Meine gestrigen 15 Minuten haben mir zwar keinen restlos freien Schreibtisch beschert, aber zumindest einen Anfang. Übrigens mußte ich mich regelrecht zwingen nach 15 Minuten abzubrechen - aber genau das, das nichteinhalten der Vorgaben, scheint mir der Grund für mein organisatorisches Dilemma zu sein. Problem erkannt? Mal sehen, ob das der Schlüssel war.

Eine Handakte habe ich auch schon angelegt - jetzt muß ich sie nur noch nutzen... und zwar regelmäßig.
1.6.03 22:04


Messie-Gründe

Ich habe gelesen, daß für einen Messie die "herumfliegenden Teile" wie ein Denkmal sind - Erinnerungen an positive Erlebnisse, Denk-Male für Vorhaben (http://members.aol.com/messies/laden/ffach/dingliches.html). Dem kann ich so nicht zustimmen. Nicht für meinen Fall. Natürlich bleiben gewisse Dinge einfach liegen, weil ich später daran weiter arbeiten will, aber "Verknüpfungen mit positiven Erlebnissen" kann ich in meinem Arbeitszimmer nicht ausmachen. Ich habe eher das Gefühl, daß ich meinen eigenen Ansprüchen an eine aufgeräumte Umgebung nicht gerecht werde, daß mir die Zeit fehhlt auch nur die einfachsten Dinge korrekt zuende zu bringen. Ich räume meinen Schreibtisch ab - nicht auf - mit dem Vorsatz a. das abgeräumte irgendwann anschließend zu sortieren und b. neu eintreffende Dinge sofort strukturell zu erfassen.
Vor kurzem habe ich mir das Handakten-Konzept ausgedacht: Neu eintreffende Post und aktuelle Vorgänge werden in einer Handakte chronologisch oder höchstens schwach vorsortiert abgeheftet. Notwendige Zutaten und Vorgehensweise: 1 Kiste für den Schreibtischinhalt, ein Aktenordner und evt. ein 31-Tage-Ordner (z.B. eine Wiedervorlagemappe). Nach dem Abräumen muß ich mich nur zwingen, nein, muß ich lernen die anfallenden Arbeiten
zeitnah abzuarbeiten. Dafür benötige ich einen Freiraum von sagen wir mal 15 Minuten am Tag, den ich ausschließlich dafür nutze. Klingt gut, oder? Da ist nur ein Haken: ich habe es bisher nicht getan. Ich sollte gleich damit anfangen.

Die Grundproblematik meines persönlichen Messie-Daseins (und ich glaube, das trifft auch viele andere) ist, daß ich ein Problem damit habe meine Lebensverhältnisse auf meine Umgebung abzustimmen. Im Klartext: wenn ich all das machen würde was ich machen möchte, dann würde ich dafür am Tag vielleicht 6 Stunden brauchen. Hätte ich diese Zeit und würde sie konsequent nutzen, wäre ich ein ordentlicher Mensch. Nur leider bleiben in meinem Tagesablauf für diese Art Tätigkeiten gerade mal 2 Stunden übrig. Dadurch befinde ich mich unter einer permanenten Anspannung, einem Leistungsdruck, den ich nicht erfüllen kann. Das wiederum kann zu den sogenannten Blockaden führen. Ich sitze als da, in dem Bewußtsein, daß ich unheimlich viele Dinge erledigen muß und mior gehen all die Aufgaben im Kopf herum ohne daß ich in der Lage bin eine einzige davon anzufangen. Also muß ich, um das Problem in den Griff zu bekommen, meine selbst gestellten Aufgaben an meine Möglichkeiten anpassen - nicht nur an die zeitlichen. Das gesamte Lebensumfeld muß mit den zu erledigenden Tätigkeiten
zusammenpassen. Und das ist der Punkt: Die Relation der Tätigkeiten ist nicht realistisch. Erst wenn ich gelernt habe, meine Aufgaben so weit einzuschränken, daß sie in meinen "Möglichkeitsrahmen" passen, werde ich das Problem im Griff haben.

Das ist sie, meine heutige Erkenntnis!
31.5.03 08:30


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